Die Seminare

Seminar 2011 in Fließ vom 23. bis 25. September 2011:

  • Mit einem beeindruckenden Konzerterlebnis und Standing Ovations der über 450 Zuhörer  endete am Sonntag, den 25. September 2011 das Herbstseminar des Vereins  „Cantare et sonare“ in der Barbarakirche in Fließ. 

    Ca. 160 Teilnehmer -  neuer Teilnehmerrekord  - aus Nord-, Ost- und  Südtirol, Salzburg, Oberösterreich, Bayern und dem Engadin erarbeiteten an den drei Tagen geistliche Musik des frühen 17. Jahrhunderts. Das diesjährige Thema lautete „Musik auf Allerheiligen und Allerseelen“. Im Zentrum standen die vom Verein übertragene   8stimmige „Missa pro defunctis“ des Wiener Barockkomponisten  Christoph Strauss von 1631, mehrchörige Werke von H. Schütz und Cantionalsätze von J.H.Schein, J. Crüger u.a. sowie Instrumentalkompostionen diverser Meister.

    Die Referenten waren

    Norbert Brandauer, Salzburg                       Gesamtleitung
    Ursula Sandbichler
    , Hall i.T.                        Streicher
    Marleen Leicher,
     Antwerpen                       Zink
    Andreas Lackner
    , Innsbruck                        Naturtrompete
    Norbert Salvenmoser
    , Innsbruck-Wattens    Posaune
    Ewald Brandstätter,
    Wattens                       Continuo

     Auffällig war neben steigender Qualität der Vokalstimmen die zunehmende Präsenz hervorragender Instrumentalisten (Naturtrompeten und Zinken, ein reichhaltiges Continuo-Angebot zählen bereits zu den  Selbstverständlichkeiten) und andererseits das stetig wachsende Interesse von Jugendlichen.

    Das Abschlusskonzert wird auf einer im November erscheinenden CD präsentiert.

     



  • Herbst-Seminar 2010 in Regensburg

    135 Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten aus Bayern, Nord-, Ost-, Südtirol, Salzburg und dem Engadin trafen sich vom 24. – 26. September in Regensburg, um unter der Gesamtleitung von Domkapellmeister Roland Büchner geistliche Musik des Frühbarock in vokal-instrumentaler Form zu erarbeiten.

    Das Seminar wurde durchgeführt im Haus und den Proberäumen der Regensburger Domspatzen. Dieses besondere Erlebnis wurde noch vertieft durch die Gestaltung des Kapitel-Amtes am Sonntag im Regensburger Dom gemeinsam mit den Domspatzen.

    Im Mittelpunkt stand Literatur für Chor und Naturtrompete, dieses lange Zeit als kaum spielbar angesehene Instrument, für Zinken, Posaunen und Streicher. Dementsprechend war auch die Werkauswahl zum überwiegenden Teil ausgelegt auf frühbarocke Klangpracht und Mehrchörigkeit.

    Im Zentrum der Seminararbeit stand die 26stimmige „Missa consecracionis“ des Hofkapellmeisters von Kaiser Ferdinand III., Antonio Bertali (1605 – 1669).

    In der abschließenden Weihestunde wurde das Ergebnis der dreitägigen Seminararbeit vorgestellt in der Kirche St. Cäcilia:

    Anonymus

    Aufzug des Regensburger Trompetenautomaten 1582

    Johann Crüger

    Lobet den Herren, alle die ihn ehren  á  4

    Orlando di Lasso (1532 – 1594)

    Tibi laus, tibi gloria   a´4

    Gregor Aichinger (1564 – 1628)

    Laudate dominum“ Geistliches  Konzert  á 2, á 3, á 4, á 5 – á 8

    Antonio Bertali

    1605 – 1669

    Missa consecrationis Regensburg á 26 in 5 Chören   (Zink/Tromp./Streicher/Pos./ zwei 5stimmige Chöre)

    Kyrie - Gloria

    Melchior Franck (1580 – 1639)

    Lobet den Herren,  alle Heiden”      Psalm 117   á 6

    Franz Sales  (ca. 1545 – 1599)

    Alleluja  á  6

    A. Hammerschmidt (1612 – 1675)

    „Gelobet seist du, Jesu Christ“ –

    Alt, 2 Trompeten, 4 Posaunen, Pauken,  b.c.

    Samuel Mareschall  (1554 – 1640)

    Nun saget Dank und lobt den Herren   á 4

    Johann Hermann Schein ( 1627)

    Aus meines Herzens Grunde á 4

    Antonio Bertali

    Sonata á 13 -  Naturtrompeten, Zinken, Streicher, Posaunen

    Antonio Bertali

    Missa consecrationis Regensburg á 26 Sanctus – Agnus Dei

    Referenten

    Ursula Sandbichler, Hall, Streicher
    Marleen Leicher, Antwerpen, Zink
    Andreas Lackner, Innsbruck, Naturtrompete
    Stefan Baier, Regensburg, Continuo

    Gesamtleitung: Dkpm. Roland Büchner, Regensburg
    Organisatorische Leitung: Obmann Georg Schmid

    Die vielen Höhepunkte hinterließen bei den Seminarteilnehmern einen bleibenden Eindruck, treffend ausgedrückt durch eine Sängerin: „Wir sind noch nicht ganz hier, waren in einer anderen Welt und kommen erst langsam zurück!“